Selbstverständnis

Unser Selbstverständnis

Wir sind eine Denkfabrik in Berlin, die angewandte Policy-Forschung betreibt und politische Entscheidungsträger:innen auf der Grundlage der bestverfügbaren Evidenz im Themenfeld der Planetaren Gesundheit berät und vernetzt. Dabei hilft uns eine zwischenmenschliche Kultur der Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung, mit einer offenen Fehler- und Feedbackkultur, die wir nach innen leben und nach außen tragen.

Unser Selbstverständnis beruht auf fünf Prinzipien, die unsere Arbeit kennzeichnen:

Unabhängigkeit:

Wir erstellen und vertreten unsere Analysen unabhängig, insbesondere was die Einflussnahme von politischen Parteien, Regierungen und der Wirtschaft betrifft. Wir verfügen über die alleinige redaktionelle Hoheit unserer Ideen und Produkte und verfolgen keine unternehmerischen oder politischen Interessen, sondern ausschließlich den Schutz und die Förderung der Gesundheit innerhalb planetarer Grenzen.

Wissenschaftlichkeit:

Wir arbeiten auf der Grundlage der bestverfügbaren Evidenz. Da wir uns in einem komplexen und sich schnell wandelnden Feld bewegen, gehen wir konstruktiv mit Unsicherheiten in unserem Wissen um und machen diese transparent. Unsere Arbeitsweise ist empirisch, sachlich, ergebnisoffen und orientiert an den großen Herausforderungen und Gelegenheiten im Feld der Planetaren Gesundheit. Wir folgen den Leitlinien guter wissenschaftlicher Praxis, orientiert am Kodex der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zur Qualitätssicherung durchlaufen unsere Analysen ein internes Peer-Review-Verfahren, wir publizieren in anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften und bilden uns durch interne und externe Fortbildungen weiter.

Politikrelevanz:

Unsere Arbeit orientiert sich am Politikbetrieb mit dem Ziel unsere Expertise in exekutives, legislatives und judikatives Handeln einzubringen. Dabei bleibt sie aber auch eigenen Zielen verpflichtet. Wir entwickeln Handlungsoptionen und zeigen Risiken und Chancen von Transformationspfaden auf oder weisen auf ihr Fehlen hin. In diesem Zusammenhang beteiligen wir uns an Krisenfrüherkennung und strategischer Krisenvorausschau. Außerdem identifizieren wir Zukunftsthemen und setzen sie aktiv auf politische Agenden. Dazu nutzen wir Gelegenheitsfenster und Multiplikator:innen, um zukunftsorientiert Politikprozesse und -dialoge auf der nationalen und internationalen Ebene zu adressieren. Wir bringen uns weltweit in politische Prozesse ein und kooperieren auf Augenhöhe mit Partner:innen aus anderen Ländern und auf europäischer und globaler Ebene.

Partizipation durch Ko-Kreation:

Mit ko-kreativen Formaten produzieren wir Wissen gemeinsam mit unseren Bezugsgruppen (knowledge circulation) und führen Positionen, Erfahrungen und Wissen aus unserem inter- und transdisziplinären Netzwerk an Expert:innen und Praktiker:innen sowie dem Netzwerk der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) zusammen. Gemeinsam erarbeiten wir ein tiefes Verständnis zu den Herausforderungen der Planetaren Gesundheit und ihren politischen Lösungswegen. Dabei arbeiten wir eng mit anderen wissenschaftlichen und politikberatenden Akteur:innen zusammen und nutzen Synergien. Wir agieren als Facilitator und Bindeglied zwischen Gesundheitsfachberufen, Wissenschaft und politischen Entscheidungsträger:innen in Deutschland und Europa. Dabei setzen wir aktiv Impulse.

Transformation:

Wir verstehen uns als Agent:innen der Transformation (change agents). Unsere Arbeit zielt darauf ab, vorhandenes Wissen in konkrete Handlungsoptionen und Transformationspfade zur Einhaltung planetarer Grenzen umzusetzen mit dem Ziel die Gesundheit aktueller und zukünftiger Generationen innerhalb planetarer Grenzen zu schützen und zu fördern. Damit wollen wir einen Wandel im Gesundheitswesen anregen – hin zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit und Resilienz mit Strahlkraft in die Gesellschaft, in andere Sektoren, in die Wissenschaft und Wirtschaft.