Neues Factsheet zu Umweltchemikalien im Hautkontakt

Über die Haut gelangen zahlreiche Chemikalien in den menschlichen Körper . Es geschieht oft unbemerkt über Alltagsprodukte wie Kosmetika, Kleidung oder Hygieneartikel. Dennoch fehlen für viele Produkte mit direktem Hautkontakt verbindliche Grenzwerte oder Verbote bedenklicher Stoffe. Unser Factsheet gibt einen Überblick über die gesundheitlichen Risiken durch Hautkontakt mit Umweltchemikalien und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten — besonders für Gesundheitsberufe — auf.
Schwermetalle, PFAS, Bisphenole, Phthalate, Parabene sowie Mikro- und Nanoplastik können über die Haut und Schleimhäute aufgenommen werden. Besonders exponiert sind Gesundheitsberufe durch häufiges Händewaschen, Reinigungsarbeiten und langes Tragen von Handschuhen: 65 % der Berufskrankheitsverdachtsfälle in der Humanmedizin entfallen auf Hauterkrankungen. Die Folgen reichen von Kontaktallergien und Irritationen bis zu hormonellen, neurologischen und kardiovaskulären Erkrankungen sowie Veränderungen des Erbguts.
Das Factsheet zeigt, wie Chemikalien über die Haut in den Körper gelangen, welche Faktoren die Aufnahme beeinflussen und was Gesundheitsberufe konkret tun können, um Risiken zu verringern.
Im dritten Webinar unserer Veranstaltungsreihe „Diagnose Verschmutzung” haben wir am 8. Juli gemeinsam mit Expert*innen beleuchtet, wie Gesundheitsberufe diese Risiken einordnen und konkrete Ansätze für Prävention und Beratung im Alltag nutzen können.
Hier geht es zur Aufzeichnung.
