Stel­lung­nah­me zum Ent­wurf eines Geset­zes zur Umset­zung der Richt­li­nie (EU) 2024/2881 über Luft­qua­li­tät und sau­be­re Luft für Euro­pa und den Ent­wurf einer Neu­fas­sung der 39. BImSchV

Stel­lung­nah­me zum Ent­wurf eines Geset­zes zur Umset­zung der Richt­li­nie (EU) 2024/2881 über Luft­qua­li­tät und sau­be­re Luft für Euro­pa und den Ent­wurf einer Neu­fas­sung der 39. BImSchV

Stel­lung­nah­me zum Refe­ren­ten­ent­wurf

Das Cent­re for Pla­ne­ta­ry Health Poli­cy (CPHP) und des­sen Dach­or­ga­ni­sa­ti­on, die Deut­sche Alli­anz Kli­ma­wan­del und Gesund­heit (KLUG) e.V., begrü­ßen aus­drück­lich die geplan­te Neu­fas­sung der 39. BImSchV im Rah­men der Umset­zung der novel­lier­ten EU- Luft­qua­li­täts­richt­li­nie. Die Ver­schär­fung der Luft­qua­li­täts­stan­dards in Deutsch­land ist ein drin­gend not­wen­di­ger Schritt, um die Gesund­heit der Bürger*innen bes­ser zu schüt­zen und sozio­öko­no­mi­sche Fol­ge­kos­ten zu ver­mei­den.

Die ab 2030 gel­ten­den Luft­qua­li­täts­stan­dards wer­den nicht nur direk­te Gesund­heits­vor­tei­le mit sich brin­gen, son­dern auch indi­rek­te wirt­schaft­li­che Effek­te ent­fal­ten, in dem gesund­heits­be­ding­te (z.B. durch Behand­lungs­kos­ten, Arbeits­aus­fäl­le oder Pro­duk­ti­vi­täts­ver­lus­te) und umwelt­be­ding­te Kos­ten, (z.B. durch Ern­te­aus­fäl­le) redu­ziert wer­den. Maß­nah­men zur Luft­rein­hal­tung, die durch die Umset­zung der Luft­qua­li­täts­richt­li­nie in deut­sches Recht ermög­licht wer­den, haben nicht nur direk­te Gesund­heits­vor­tei­le, son­dern auch posi­ti­ve Neben­ef­fek­te, z.B. durch weni­ger gesund­heits­schä­di­gen­de Lärm­be­las­tung, bes­se­re Auf­ent­halts­qua­li­tät im Frei­en und Syn­er­gien mit Kli­ma­schutz- und Kli­ma­an­pas­sungs­zie­len.

Zum Schutz der Gesund­heit soll­te die lang­fris­tig geplan­te Annä­he­rung an die Emp­feh­lun­gen der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) so schnell wie mög­lich umge­setzt wer­den. Nach Anga­ben der Euro­päi­schen Umwelt­agen­tur könn­ten dadurch in Deutsch­land wei­te­re 21.640 vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le auf­grund von Fein­staub (PM2,5) und zusätz­li­che 5.5552 vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le durch Stick­stoff­di­oxid (NO2) ver­hin­dert wer­den11. Dabei sind vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le immer nur die Spit­ze des Eis­bergs, unter der sich eine erheb­li­che Krank­heits­last und damit ver­bun­de­nes Leid und Kos­ten ver­ber­gen. Epi­de­mio­lo­gi­sche Stu­di­en zei­gen, dass auch ver­meint­lich gerin­ge­re Men­gen von Luft­schad­stof­fen Risi­ken für zahl­rei­che Erkran­kun­gen erhö­hen – von Herz-Kreis­lauf­lauf- über Lun­gen­er­kran­kun­gen bis hin zu Demenz, Dia­be­tes und Krebs­er­kran­kun­gen. Ange­sichts der ange­spann­ten Lage der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und stei­gen­den Kos­ten des Gesund­heits­sys­tems als Gan­zes, ist es auch laut Sach­ver­stän­di­gen­rat der Bun­des­re­gie­rung uner­läss­lich, die Bevöl­ke­rungs­ge­sund­heit zu ver­bes­sern.

Die Ver­bes­se­rung der Luft­qua­li­tät ist daher eine der wich­tigs­ten Maß­nah­men für die Ver­bes­se­rung der Bevöl­ke­rungs­ge­sund­heit. Die neu­en Grenz- und Ziel­wer­te stel­len bereits einen poli­ti­schen Kom­pro­miss zwi­schen den WHO-Emp­feh­lun­gen und den ver­al­te­ten aktu­ell gel­ten­den Wer­den dar. Des­halb sind Frist­ver­län­ge­run­gen zur Ein­hal­tung der ab 2030 gel­ten­den Grenz­wer­te von bis zu fünf oder sogar zehn Jah­ren abzu­leh­nen.

  1. Euro­pean Envi­ron­ment Agen­cy (2025). Harm to human health from air pol­lu­ti­on in Euro­pe: bur­den of dise­a­se sta­tus.
    https://www.eea.europa.eu/en/analysis/publications/harm-to-human-health-from-air-pollution-burden-of-diseasestatus-2025?activeAccordion=b09c6072-6c15-437a-aff5-1346e185ba73 ↩︎

Ände­rung der 39. Bun­des-Immis­si­ons­schutz­ver­ord­nung
(BImSchV)

Frist­ge­rech­tes Inkraft­tre­ten

Sowohl das Gesetz zur Umset­zung der Richt­li­nie (EU) 2024/2881 über Luft­qua­li­tät und sau­be­re Luft für Euro­pa als auch die 39. BImSchV soll­ten frist­ge­recht bis zum 11. Dezem­ber 2026, nicht erst ver­spä­tet zum am 1. Janu­ar 2027 in Kraft tre­ten.

Abschnitt 2 – Beur­tei­lung der Luft­qua­li­tät

Pro­be­nah­me­stel­len (§ 6)

Eine flä­chen­de­cken­de Über­wa­chung der Luft­qua­li­tät, ins­be­son­de­re durch mehr Mess­stel­len für Fein­staub (PM2,5) ist zu begrü­ßen. Nur ein dich­tes Mess­netz kann die tat­säch­li­che Belas­tung der Bevöl­ke­rung erfas­sen. Die in § 6 Absatz 3 vor­ge­se­he­ne Mög­lich­keit, die Anzahl orts­fes­ter Mess­sta­tio­nen zu redu­zie­ren, ist daher zu strei­chen. Außer­dem soll­ten Häfen nicht pau­schal aus­ge­schlos­sen wer­den, son­dern müs­sen bei rele­van­ter Expo­si­ti­on – etwa in der Nähe von Wohn­ge­bie­ten oder Arbeits­flä­chen – unbe­dingt ein­be­zo­gen blei­ben.

Moni­to­ring von Ultra­fein­staub, Ruß und Ammo­ni­ak (§ 6)

Wir begrü­ßen aus­drück­lich, dass die Belas­tung durch UFP, Ruß und NH3 in Zukunft sys­te­ma­tisch erfasst wird, was eine essen­ti­el­le Grund­la­ge zur Erfor­schung von mög­li­chen gesund­heit­li­chen Risi­ken ermög­licht. Dabei ist laut WHO durch epi­de­mio­lo­gi­sche Stu­di­en ein kla­rer Zusam­men­hang zwi­schen Herz-Kreis­lauf- und Lun­gen­er­kran­kun­gen sowie Todes­fäl­len und der Belas­tung durch Ruß belegt. Toxi­ko­lo­gi­sche Stu­di­en deu­ten außer­dem dar­auf hin, dass Ruß als Trä­ger­ma­te­ri­al für ver­schie­de­ne che­mi­sche Sub­stan­zen fun­giert – dar­un­ter auch gif­ti­ge Stof­fe – und die­se in den mensch­li­chen Kör­per trans­por­tiert. Auch gesund­heit­li­che Schä­den durch NH3- Belas­tung wie z.B. kar­dio­vas­ku­lä­re und respi­ra­to­ri­sche Schä­den, eine ver­rin­ger­te Lun­gen­funk­ti­on, die Ver­schlim­me­rung von Asth­ma-Sym­pto­men, sind bekannt. Per­spek­ti­visch sind ver­bind­li­che Grenz­wer­te daher auch für Ruß und Ammo­ni­ak sowie bei ver­bes­ser­ter Evi­denz­la­ge auch UFP gebo­ten. Bei der Ein­rich­tung von Pro­be­nah­me­stel­len für UFP ist zu beach­ten, dass die­se auch Gebie­te mit hohem Expo­si­ti­ons­ri­si­ko (z.B. Flug­hä­fen) abde­cken.

Abschnitt 3 – Kon­trol­le der Luft­qua­li­tät

Grenz­wer­te, Ziel­wer­te und Ver­pflich­tun­gen zur Ver­rin­ge­rung der durch­schnitt­li­chen Expo­si­ti­on (§ 10)

Die geplan­te Ver­schär­fung der Grenz­wer­te ist ein wich­ti­ger Schritt zur Reduk­ti­on von Gesund­heits­ri­si­ken. Aller­dings besteht noch erheb­li­cher Ver­bes­se­rungs­be­darf, um die gesund­heit­li­chen Emp­feh­lun­gen der WHO zu errei­chen. Die Jah­res­mit­tel­grenz­wer­te für Stick­stoff­di­oxid und PM2,5 lie­gen aktu­ell noch dop­pelt so hoch wie die WHO-Emp­feh­lun­gen, und auch der PM10-Grenz­wert bleibt deut­lich dar­über. Die neu­en Tages­mit­tel­grenz­wer­te sind zu begrü­ßen, da kurz­fris­ti­ge Belas­tungs­spit­zen stär­ker berück­sich­tigt wer­den. Aller­dings sind die zuläs­si­gen Kon­zen­tra­tio­nen zu hoch ange­setzt, und die Anzahl der erlaub­ten Über­schrei­tungs­ta­ge (18 Tage) ist im Ver­gleich zur WHO-Emp­feh­lung von nur drei Tagen zu groß­zü­gig. Um ein wirk­sa­mes Schutz­ni­veau zu gewähr­leis­ten, soll­ten die Grenz­wer­te schritt­wei­se an die WHO-Richt­wer­te ange­passt wer­den. Wir begrü­ßen, dass dies durch die suk­zes­si­ve Min­de­rungs­ver­pflich­tung des Avera­ge Expo­sure Index (AEI) in der EU-Luft­qua­li­täts­richt­li­nie bis zu Ein­hal­tung von maxi­mal 5 μg/m³ für PM2,5 und 10 μg/m für NO2 vor­ge­ge­ben ist.

Benzo(a)pyren

Die WHO emp­fiehlt einen Richt­wert von 0,12 ng/m³ für Benzo(a)pyren, wäh­rend die EU-Richt­li­nie 1 ng/m³ zulässt. Da Benzo(a)pyren als stark krebs­er­re­gend ein­ge­stuft wird, wäre eine natio­na­le Ver­schär­fung aus Grün­den des Gesund­heits­schut­zes drin­gend not­wen­dig.

Emis­si­ons­bei­trä­ge aus natür­li­chen Quel­len (§ 13)

§13 Absatz 1 erlaubt den zustän­di­gen Behör­den, dass sie Gebie­te oder Gebiets­ein­hei­ten bestim­men, in denen Über­schrei­tun­gen von Grenz­wer­ten oder eine Nicht­ein­hal­tung der Vor­ga­ben zur Ver­rin­ge­rung der durch­schnitt­li­chen Expo­si­ti­on auf natür­li­che Quel­len zurück­zu­füh­ren sind. Aller­dings stel­len auch Luft­schad­stof­fe aus natür­li­chen Quel­len ein Gesund­heits­ri­si­ko dar. Daher soll­te eine Anrech­nung natür­li­cher Quel­len an stren­ge Nach­weis­pflich­ten geknüpft wer­den und nicht pau­schal geneh­migt wer­den.

Ver­län­ge­rung der Frist für das Errei­chen bestimm­ter Grenz­wer­te (§ 15)

Aus gesund­heit­li­cher Sicht sind Frist­ver­län­ge­run­gen unbe­dingt aus­zu­schlie­ßen, da jede Ver­zö­ge­rung mit einem Mehr an Krank­heits­last, Leid und Kos­ten ver­bun­den ist. Zudem sind die neu­en Grenz­wer­te in Deutsch­land mit ent­spre­chen­den Maß­nah­men­bün­deln, die auch den Kli­ma­schutz und ‑anpas­sungs­zie­len zuträg­lich sind, bis 2030 gut zu errei­chen, wenn gemein­sam auf Bundes‑, Lan­des- und kom­mu­na­ler Ebe­ne poli­tisch gehan­delt wird.

Vor­aus­set­zung für eine Frist­ver­län­ge­rung in eng begrenz­ten Aus­nah­me­fäl­len muss der Nach­weis im Rah­men einer Ein­zel­fall­prü­fung sein, dass sämt­li­che lokal ver­füg­ba­ren, geeig­ne­ten und ver­hält­nis­mä­ßi­gen Min­de­rungs­maß­nah­men aus­ge­schöpft wur­den. Maß­nah­men, die in den Anhän­gen der EU-Luft­qua­li­täts­richt­li­nie als mög­li­che Min­de­rungs­maß­nah­men auf­ge­führt sind, dür­fen dabei nicht pau­schal als unver­hält­nis­mä­ßig aus­ge­schlos­sen wer­den. Auch Maß­nah­men im Bereich der Schiff­fahrt und Logis­tik dür­fen nicht pau­schal aus­ge­schlos­sen wer­den.

Außer­dem soll­te unter § 1 der Begriff „Haus­halts­hei­zun­gen“ klar defi­niert wer­den, um sicher­zu­stel­len, dass er sich nur auf Zen­tral­hei­zun­gen (Kes­sel) bezieht. Das ist not­wen­dig, da in Deutsch­land Ein­zel­raum­feue­rungs­an­la­gen nahe­zu aus­schließ­lich als Zusatz­hei­zun­gen genutzt wer­den. Da die­se Anla­gen ohne Abgas­rei­ni­gung beson­ders hohe Schad­stoff­emis­sio­nen ver­ur­sa­chen, soll­te ihr gege­be­nen­falls not­wen­di­ger Aus­tausch defi­ni­to­risch nicht als Grund­la­ge für Frist­ver­län­ge­run­gen die­nen.

Luft­rein­hal­te­plä­ne und Luft­qua­li­täts­fahr­plä­ne (§ 16)

Luft­rein­hal­te- und Luft­qua­li­täts­fahr­plä­ne soll­ten kon­kre­te, über­prüf­ba­re, schad­stoff­spe­zi­fi­sche und frist­ge­bun­de­ne Maß­nah­men, die unter Berück­sich­ti­gung der loka­len bzw. regio­na­len Schad­stoff­quel­len alle rele­van­ten Berei­che (ins­be­son­de­re Ver­kehr, Holz­feue­rung, Indus­trie, Ener­gie­er­zeu­gung und Land­wirt­schaft) ein­schlie­ßen.

Kom­mu­nen und zustän­di­ge Behör­den müs­sen den Hand­lungs­spiel­raum haben, um effek­ti­ve Luft­rein­hal­te­maß­nah­men umset­zen zu kön­nen. Dies betrifft finan­zi­el­le und per­so­nel­le Res­sour­cen, aber auch Anord­nungs­be­fug­nis­se für Fahr­be­schrän­kun­gen, Tem­po 30-Zonen, Null­emis­si­ons­zo­nen sowie Maß­nah­men zur Reduk­ti­on von schad­stoff­rei­cher Holz­feue­rung.

Ozon

Die gesund­heit­li­chen Risi­ken durch Ozon­be­las­tung sind viel­fäl­tig belegt und betref­fen vor allem die Atem­we­ge, die Lun­ge und das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem. Schon kurz­fris­ti­ge Expo­si­ti­on kann zu Rei­zun­gen der Atem­we­ge füh­ren, die sich durch Hus­ten, Hals­schmer­zen oder Atem­not äußern. Beson­ders gefähr­det sind Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen wie Asth­ma oder chro­nisch obstruk­ti­ven Lun­gen­er­kran­kun­gen, da Ozon Ent­zün­dun­gen för­dert und die Sym­pto­me ver­schlim­mern kann. Auch das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem wird belas­tet, da Ozon Ent­zün­dungs­pro­zes­se im Kör­per anregt und die Gefä­ße ver­en­gen kann, was das Risi­ko für Herz­in­fark­te oder Schlag­an­fäl­le erhöht. Lang­fris­tig kann eine dau­er­haf­te Belas­tung mit Ozon zu chro­ni­schen Lun­gen­er­kran­kun­gen füh­ren, ins­be­son­de­re bei Kin­dern, deren Lun­gen sich noch ent­wi­ckeln. Stu­di­en deu­ten dar­auf hin, dass eine lang­fris­ti­ge Ozon­be­las­tung auch mit einer erhöh­ten Sterb­lich­keit in Ver­bin­dung steht, vor allem durch Herz-Kreis­lauf- und Atem­wegs­er­kran­kun­gen.

Gleich­zei­tig lässt sich Ozon­be­las­tung kaum mit loka­len Maß­nah­men redu­zie­ren, wes­halb hier die Ver­ant­wor­tung für einen Maß­nah­men­plan beim Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um in Zusam­men­ar­beit mit den Län­dern lie­gen soll­te. Ein Vor­bild ist hier Öster­reich, wo u.a. durch das Ozon­ge­setz die Reduk­ti­on der Ozon­be­las­tung auf Bun­des­ebe­ne ver­ant­wor­tet wird. Die Vor­läu­fer­sub­stan­zen von Ozon (NOx, Methan, VOCs) müs­sen durch ein Maß­nah­men­bün­del in den Berei­chen Land­wirt­schaft, Indus­trie und Ver­kehr redu­ziert wer­den. Dass für Ozon wei­ter­hin nur ein Ziel‑, kein Grenz­wert gilt, darf kein Grund dafür sein, die Reduk­ti­on von Ozon­be­las­tung weni­ger ambi­tio­niert zu ver­fol­gen.

Anla­gen

 Zu Anla­ge 4 — Aus­nah­me­ka­te­go­rien

Hafen­flä­chen soll­ten nicht auto­ma­tisch den Aus­nah­me­ka­te­go­rien zuge­ord­net wer­den, da auch die Gesund­heit der Men­schen, die auf oder in der Nähe von Hafen­flä­chen arbei­ten, woh­nen oder sich auf­hal­ten, geschützt wer­den muss. Bei rele­van­ter Expo­si­ti­on soll­ten Häfen daher wei­ter­hin in die Luft­qua­li­täts­be­ur­tei­lung ein­be­zo­gen wer­den.

Zu Anla­ge 9 – Sofort­maß­nah­men  

Der Maß­nah­men­ka­ta­log soll­te um wei­te­re rele­van­te Quel­len aus Holz­feue­rung, ins­be­son­de­re tem­po­rä­re Nut­zungs­ver­bo­te für Zusatz­hei­zun­gen und Öfen mit Fest­brenn­stof­fen, ergänzt wer­den.

Ände­rung des Bun­des-Immis­si­ons­schutz­ge­set­zes (BImSchG)

In § 47 Absatz 4a soll­te der neue NO2-Grenz­wert von 20 μg/m³ anstatt der ange­dach­ten 50 μg/m³ die Grund­la­ge sein. Von der EU auf­ge­führ­te wirk­sa­me Maß­nah­men zur Ein­hal­tung die­ses Grenz­werts wie z.B. Zufahrts­be­schrän­kun­gen, Umwelt- und Null­emis­si­ons­zo­nen müs­sen rechts­si­cher ein­ge­führt und umge­setzt wer­den kön­nen.

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