Neuer Policy Brief: Wie der Öffentliche Gesundheitsdienst Menschen vor Hitze schützen kann
In der neuen Publikation der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e. V.) und des Centre for Planetary Health Policy (CPHP) analysieren die Autorinnen Nathalie Nidens, Annalena Hartmann und Franziska Matthies-Wiesler das Potenzial des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) im gesundheitlichen Hitzeschutz.
Hitzewellen gehören inzwischen zum Alltag in Deutschland und sie gefährden die Gesundheit vieler Menschen. Der Öffentliche Gesundheitsdienst kann dabei zu einer Schlüsselfigur werden. Er ist nah an den Kommunen, kennt die Bedürfnisse vor Ort und kann Maßnahmen bündeln, die Menschen vor den Folgen extremer Hitze schützen.
Der neue Policy Brief zeigt: Der ÖGD kann verschiedene Rollen übernehmen – er kann koordinieren, Themen auf die politische Agenda setzen, selbst aktiv werden und zugleich überprüfen, ob Maßnahmen wirksam sind. So wird er zu einer Art „Schaltzentrale“, die operative Praxis und strategische Politik verbindet.
Wie kann das gelingen?
Damit der ÖGD dieses Potenzial ausschöpfen kann, braucht er bessere Rahmenbedingungen:
- ein klares politisches Mandat,
- Gesetze, die angepasst werden,
- ausreichend Personal und Geld,
- sowie offene Kommunikation über Ressorts und Verwaltungsebenen hinweg.
Auch der Bund kann helfen, indem er Aktivitäten bündelt und abstimmt. Auf diese Weise lässt sich ein flächendeckender und wirksamer Hitzeschutz aufbauen.
Im Rahmen unserer Webinarreihe “Planetary Health Dialogues” haben wir den Policy Brief vorgestellt.
Der vorliegende Policy Brief zur Rolle des Öffentlichen Gesundheitsdienstes im Hitzeschutz ist im Rahmen des Projekts HOT-BW – Hitzeaktionsplan Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg entstanden.
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