Waldweg

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Natur als Gesund­heits­res­sour­ce (NaG): Per­spek­ti­ven und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für „Natu­re Pre­scrib­ing“ in Deutsch­land

Die enge Ver­flech­tung zwi­schen Natur, Umwelt und mensch­li­cher Gesund­heit ist wis­sen­schaft­lich gut belegt: Intak­te Öko­sys­te­me för­dern die kör­per­li­che und geis­ti­ge Gesund­heit sowie das Wohl­be­fin­den. Sie sind zudem uner­läss­lich für unse­re Wider­stands­fä­hig­keit und den Schutz vor Extrem­wet­ter­er­eig­nis­sen.

Eini­ge Län­der nut­zen die­ses Wis­sen bereits im Rah­men von „Natu­re Pre­scrib­ing“. Medi­zi­ni­sches und the­ra­peu­ti­sches Fach­per­so­nal setzt gezielt natur­ba­sier­te Gesund­heits­in­ter­ven­tio­nen ein. Ziel ist es, den posi­ti­ven Ein­fluss von Natur­er­le­ben auf kör­per­li­ches und psy­chi­sches Wohl­be­fin­den zur Gesund­heits­för­de­rung, Prä­ven­ti­on und Behand­lung von Erkran­kun­gen zu nut­zen.

In Deutsch­land wer­den natur­ba­sier­te Gesund­heits­maß­nah­men ver­ein­zelt in kli­ni­schen und the­ra­peu­ti­schen Kon­tex­ten ein­ge­setzt. Es fehlt jedoch eine sys­te­ma­ti­sche Inte­gra­ti­on und Zusam­men­ar­beit zwi­schen rele­van­ten Akteur*innen aus Gesund­heit, Umwelt- und Natur­schutz, Kli­ma­schutz, Stadt- und Land­schafts­pla­nung, Sozia­lem und Bil­dung.

Ange­sichts der mit­ein­an­der ver­knüpf­ten Her­aus­for­de­run­gen — stei­gen­de Krank­heits­last, Umwelt­zer­stö­rung, Ver­lust der bio­lo­gi­schen Viel­falt sowie die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels — ist es ent­schei­dend, Syn­er­gien zu nut­zen und natür­li­che Res­sour­cen sowohl für die Resi­li­enz als auch für die Gesund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on zu betrach­ten. Das Pro­jekt unter­sucht, wie natur­ba­sier­te Gesund­heits­maß­nah­men in den deut­schen Kon­text inte­griert wer­den kön­nen. Es zielt dar­auf ab, ins­be­son­de­re Gesund­heits- und Umwelt­po­li­tik bes­ser mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen. Dabei unter­streicht es, dass der Schutz der Natur nicht nur ein Umwelt­ziel ist, son­dern auch für die mensch­li­che Gesund­heit und das Wohl­be­fin­den von ent­schei­den­der Bedeu­tung ist.

Pro­jekt­zie­le


Das Pro­jekt unter­sucht das Kon­zept „Natu­re Pre­scrib­ing“ und die Per­spek­ti­ven für des­sen Umset­zung in Deutsch­land, um damit Gesund­heit, Umwelt- und Natur­schutz zu stär­ken.

  • Bewer­tung bestehen­der Ansät­ze: Ana­ly­se inter­na­tio­na­ler und natio­na­ler Erfah­run­gen und Bewer­tung, wie die­se an den deut­schen Kon­text ange­passt wer­den kön­nen
  • Stär­kung des inter­dis­zi­pli­nä­ren Dia­logs: Zusam­men­füh­rung von Akteur*innen aus Wis­sen­schaft, Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft aus den Berei­chen Gesund­heit, Umwelt- und Natur­schutz, um Hin­der­nis­se und Chan­cen von „Natu­re Pre­scrib­ing“ zu iden­ti­fi­zie­ren.
  • Ent­wick­lung poli­ti­scher Emp­feh­lun­gen: Ent­wick­lung kla­rer, evi­denz­ba­sier­ter Emp­feh­lun­gen für Ent­schei­dungs­tra­gen­de.
  • För­de­rung von Sicht­bar­keit und Sen­si­bi­li­sie­rung: För­de­rung des Ver­ständ­nis­ses für die Natur als Gesund­heits­res­sour­ce bei Ent­schei­dungs­tra­gen­den, Fach­leu­ten und der brei­ten Öffent­lich­keit.


Ins­ge­samt unter­stützt das Pro­jekt eine stär­ker inte­grier­te Poli­tik­ge­stal­tung durch die Ver­knüp­fung von Gesund­heit, Umwelt- und Natur­schutz.

Metho­dik


Das Cent­re for Pla­ne­ta­ry Health Poli­cy (CPHP) lei­tet die Ana­ly­se, die Ein­bin­dung von Akteur*innen und die Aus­ar­bei­tung von Emp­feh­lun­gen.

Zu den wich­tigs­ten Akti­vi­tä­ten gehö­ren:

  • Ana­ly­se bestehen­der Ansät­ze und rele­van­ter Akteur*innen: Über­prü­fung inter­na­tio­na­ler und natio­na­ler Model­le und Initia­ti­ven zum The­ma „Natu­re Pre­scrib­ing“ sowie Ermitt­lung von wich­ti­gen Akteur*innen.
  • Dia­lo­ge mit Inter­es­sen­grup­pen: Orga­ni­sa­ti­on von Work­shops mit Expert*innen aus den Berei­chen Gesund­heit, Umwelt, Sozia­les, Zivil­ge­sell­schaft, Wis­sen­schaft und Poli­tik, um Wis­sen aus­zu­tau­schen, Bedürf­nis­se zu ermit­teln und prak­ti­sche Erkennt­nis­se für zukünf­ti­ge Umset­zungs­stra­te­gien zu gewin­nen.
  • Inter­views mit Schlüs­sel­ak­teu­ren: Durch­füh­rung qua­li­ta­ti­ver Inter­views, um die Erfah­run­gen aus der Umset­zung sowie die Chan­cen und Hin­der­nis­se für die Anwen­dung in Deutsch­land bes­ser zu ver­ste­hen.
  • Hand­lungs­emp­feh­lun­gen: Zusam­men­fas­sung der Ergeb­nis­se in einem Poli­cy Brief – einem kur­zen, leicht ver­ständ­li­chen Doku­ment mit kla­ren Emp­feh­lun­gen für Ent­schei­dungs­tra­gen­de.
  • Ver­brei­tung: Wei­ter­ga­be der Ergeb­nis­se über Web­i­na­re und digi­ta­le For­ma­te, um Ent­schei­dungs­tra­gen­de, Praktiker*innen und rele­van­te Netz­wer­ke zu errei­chen und die Sicht­bar­keit des The­mas zu erhö­hen.

Durch die­sen Ansatz ver­netzt das CPHP Akteur*innen, über­setzt wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se und prak­ti­sche Emp­feh­lun­gen und unter­stützt eine fun­dier­te Ent­schei­dungs­fin­dung.

Bei dem Pro­jekt han­delt es sich um ein För­der­pro­jekt des Bun­des­am­tes für Natur­schutz (BfN), das mit Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Umwelt, Kli­ma­schutz, Natur­schutz, und nuklea­re Sicher­heit (BMUKN) geför­dert wird.

Hand­lungs­feld

Exter­ne Res­sour­cen

Pro­jekt­lauf­zeit

April 2026 — März 2028

Kon­takt

Partner*innen

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