Aufzeichnung verfügbar! Planetary Health Dialogue zu Energiearmut als Gesundheitsrisiko

Energiearmut als Gesundheitsrisiko –Wie gelingt klimasoziale Politik?
In der Februar-Ausgabe unserer Planetary Health Dialogues stand Energiearmut als zentraler sozialer Aspekt der Klimakrise im Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund des anstehenden EU-Emissionshandelssystem ETS 2 haben wir gemeinsam mit Astrid Schaffert (Referentin bei Zukunft KlimaSozial) und Peter Richter (Referent für Klimasozialpolitik beim Deutschen Caritasverband e.V.) zentrale Fragen sozialer und gesundheitlicher Dimensionen der Klimapolitik diskutiert.
Steigende Energiepreise und schlecht gedämmter Wohnraum führen bereits heute dazu, dass eine steigende Zahl von Haushalten ihre Wohnungen nicht mehr ausreichend heizen kann. Energiearmut ist auch hierzulande längst eine akute soziale und gesundheitliche Realität. Dies zeigt auch die neue Publikation von Zukunft KlimaSozial, die Handlungsmöglichkeiten für eine klimasoziale Gestaltung des ETS2 aufzeigt und damit auf die Vermeidung zusätzlicher gesundheitlicher und sozialer Belastungen für vulnerable Haushalte abzielt.
Mit dem anstehenden EU-Emissionshandelssystem ETS 2, das künftig auch Gebäude und Verkehr einbezieht und damit direkte Auswirkungen auf Heiz- und Energiekosten der Bevölkerung haben wird, stehen viele Haushalte vor weiteren Kostensteigerungen für Heizen und Energie – sofern dieser nicht durch effektive politische Maßnahmen zur Abfederung sozialer Härten begleitet wird.
Folgende Leitfragen standen dabei im Fokus:
- Was bedeutet Energiearmut konkret? Welche gesundheitlichen Folgen hat sie?
- Welche strukturellen Faktoren verstärken Energiearmut in Deutschland und Europa?
- Wie wirken sich klimapolitische Maßnahmen (z.B. CO₂-Bepreisung, Sanierungsprogramme) auf verschiedene Einkommensgruppen aus?
- Welche Rolle spielt eine „klimasoziale“ Politik, um negative Verteilungseffekte zu vermeiden? Wie lässt sich ein „Sozialcheck” von Klimapolitik operationalisieren? Gibt es hier in der aktuellen Politik gute Ansätze?
- Welche integrativen politischen Strategien (z.B. gezielte Förderung nach Einkommen, Klimageld) gibt es – und wie können sie wirksam umgesetzt werden?
Moderiert wurde die Veranstaltung von Dorothea Baltruks, Leiterin des CPHP.
“Energiearmut als Gesundheitsrisiko –Wie gelingt klimasoziale Politik?” ist die 24. Veranstaltung der CPHP-Webinarreihe “Planetary Health Dialogues”, einem monatlichen Austausch mit deutschen und internationalen Wissenschaftler*innen, politischen Entscheidungsträger*innen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft, um gemeinsam Ideen für einen Paradigmenwechsel hin zu Gerechtigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden innerhalb der planetaren Grenzen zu entwickeln.

