Weichenstellung für ein krisenfestes und nachhaltiges Gesundheitswesen: Strategieforum mit breitem Akteurskreis
Gemeinsam mit dem BKK Dachverband veranstalteten wir am 02. Dezember ein Strategieforum im Rahmen unseres Projekts zur Entwicklung von Eckpunkten einer Nachhaltigkeitsstrategie für das deutsche Gesundheitswesen. Auf Basis der wertvollen Erkenntnisse aus der Austauschrunde mit internationalen Expert*innen und einer kleineren Strategiewerkstatt brachten wir zentrale nationale Akteur*innen aus Versorgung, Wissenschaft, Industrie, Pflege, Selbstverwaltung und Politik zusammen, um die bisherigen Eckpunkte weiterzuentwickeln und konkrete Schritte für ihre Umsetzung zu bestimmen.

Breite Beteiligung für eine gemeinsame Vision
Das Forum zeigte eindrucksvoll, wie groß der Wille vieler Akteur*innen ist, ein gemeinsames Zielbild für die Transformation des Gesundheitswesens voranzutreiben. Die Diskussionen machten deutlich: Eine nachhaltige und krisenfeste Gesundheitsversorgung ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit – und sie kann nur gemeinsam gelingen.
Im Mittelpunkt standen die Eckpunkte, die das CPHP im Auftrag und unter Mitwirkung des BKK Dachverbandes entwickelt hat. Sie formulieren einen klaren politischen Auftrag für eine bundesweite Nachhaltigkeitsstrategie, die alle relevanten Akteursgruppen einbindet und verlässliche Rahmenbedingungen schafft.
Eckpunkte einer bundesweiten Nachhaltigkeitsstrategie
Die Teilnehmenden waren sich einig: Damit Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen verbindlich, wirksam und zukunftsorientiert verankert wird, braucht es strukturelle Veränderungen. Zu den zentral diskutierten Bausteinen gehören:
- Eindeutige Zuständigkeiten und verbindliche Ziele, um Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe systematisch zu verankern.
- Eine nationale Koordinierungsstelle, die Prozesse bündelt und Akteur*innen zusammenführt.
- Ein interministerieller Lenkungskreis, der ressortübergreifende Steuerung ermöglicht.
- Ein unabhängiges Monitoring, das Fortschritte messbar macht.
- Eine Weiterentwicklung des Sozialgesetzbuches, damit ökologische Folgekosten, Ressourcenschonung und langfristige Gesundheitsgewinne abgebildet werden.
Prävention als stärkster Nachhaltigkeitshebel
Deutlich wurde auch: Prävention und Gesundheitsförderung sind der wirksamste Hebel für Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen. Jede vermiedene Erkrankung spart Emissionen, Ressourcen und Kosten – und erhöht gleichzeitig die Lebensqualität. Entsprechend wurden zentrale Elemente eines krisenfesten und zukunftsfähigen Versorgungssystems in den Fokus gerückt:
- „Prävention vor ambulant vor stationär“ als Grundsatz
- Investitionen in energieeffiziente und nachhaltige Gebäude
- Klimafreundliche Mobilität und gesunde, nachhaltige Verpflegung
- Ökologische Beschaffung
- Umweltfreundliche Arzneimittel und MedTech-Lebenszyklen
- Eine klimasensible Gestaltung der Versorgung, die Resilienz gegenüber Krisen stärkt.
Dankeschön und Ausblick
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für die intensive und konstruktive Diskussion und besonders beim BKK Dachverband für die produktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Das Strategieforum hat gezeigt, wie groß die Expertise, das Engagement und die Bereitschaft sind, das deutsche Gesundheitswesen fit für die Zukunft zu machen und wie wichtig eine übergeordnete Strategie zur Erreichung der selbst gesteckten Ziele ist.
Mit den wertvollen Impulsen aus diesem Austausch gehen wir in die nächste Phase der Erarbeitung der Eckpunkte – und damit einen weiteren Schritt in Richtung einer nachhaltigen und resilienten Gesundheitsversorgung.
Foto: BKK Dachverband
