Anlässlich des “Internationalen Tags der sauberen Luft” am 7. September haben die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG), die Health and Environment Alliance (HEAL) und das Centre for Planetary Health Policy (CPHP) gemeinsam einen offenen Brief an Bundesumweltminister Carsten Schneider, die Vorsitzende der Umweltministerkonferenz Petra Berg sowie die Umweltminister*innen der Länder veröffentlicht.
Wir kritisieren darin die Forderung nach Ausnahmen bei der Umsetzung der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie (2024/2881), die im Mai von den Umweltministerien der Länder beschlossen wurde. Luftverschmutzung ist weiterhin das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland: Jährlich sterben zehntausende Menschen vorzeitig durch Feinstaub und andere Schadstoffe.
Strengere Grenzwerte ab 2030 könnten Leben retten, Krankheiten verhindern und Kosten in Milliardenhöhe senken. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Einhaltung dieser Werte ohne Fristverlängerung möglich ist, wenn zielgerichtet gehandelt wird.
Wir appellieren daher gemeinsam an Bund und Länder: Verzögerungen oder Ausnahmen sind der falsche Weg. Stattdessen braucht es wirksame Maßnahmen und Unterstützung für die Kommunen, um die neuen Standards flächendeckend und sozial gerecht umzusetzen.
