Am: 08.12.2025

Ort: Virtuell

Web­i­nar für Bun­des­tag-Mit­ar­bei­ten­de: Wie Städ­te gesund, kli­ma­re­si­li­ent und zukunfts­fä­hig wer­den kön­nen

Web­i­nar für Bun­des­tag-Mit­ar­bei­ten­de: Wie Städ­te gesund, kli­ma­re­si­li­ent und zukunfts­fä­hig wer­den

In der vier­ten und letz­ten Ver­an­stal­tung unse­rer par­la­men­ta­ri­schen Dia­log­rei­he “Gesund­heit im Kli­ma­wan­del” dis­ku­tier­ten wir am 08. Dezem­ber mit Mit­ar­bei­ten­den von Abge­ord­ne­ten und Frak­tio­nen im Deut­schen Bun­des­tag sowie Expert*innen aus Wis­sen­schaft und Zivil­ge­sell­schaft die zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen, Chan­cen und poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen für eine Stadt­ent­wick­lung, die Gesund­heit, Kli­ma und Lebens­qua­li­tät glei­cher­ma­ßen in den Blick nimmt.

Die drei Referentinnen und die Moderatrin Videokonferenzfenstern, im Hintergrund Pflanzen, Regale und Bilder an den Wänden.

Impul­se aus Minis­te­ri­um, Wis­sen­schaft & Pra­xis

Die Bei­trä­ge von Dr. Susan­ne Schu­bert (Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bau­we­sen), Prof. Dr. Susan­ne Moe­bus (Insti­tut für Urban Public Health, Uni­ver­si­täts­me­di­zin Essen) und Prof. Dr. Chris­ta Rei­cher (Lehr­stuhl für Städ­te­bau und Ent­wer­fen, RWTH Aachen) brach­ten unter­schied­li­che fach­li­che Per­spek­ti­ven zusam­men. Die Dis­kus­si­on zeig­te deut­lich, wie eng Kli­ma, Gesund­heit und Stadt­ent­wick­lung mit­ein­an­der ver­wo­ben sind und wel­che Hebel jetzt genutzt wer­den soll­ten, damit eine zukunfts­fä­hi­ge, gesund­heits­för­dern­de und kli­ma­re­si­li­en­te Stadt­ent­wick­lung gelin­gen kann:

Trans­for­ma­ti­on als Chan­ce

Städ­te ver­än­dern sich kon­ti­nu­ier­lich – und der Kli­ma­wan­del ver­stärkt gesund­heit­li­che, öko­lo­gi­sche und sozia­le Belas­tun­gen. Gleich­zei­tig eröff­net die not­wen­di­ge Trans­for­ma­ti­on neue Mög­lich­kei­ten, lebens­wer­te­re und gesün­de­re Stadt­räu­me zu gestal­ten.

Kli­ma­schutz und Kli­ma­an­pas­sung als Gesund­heits­vor­sor­ge

Die viel­fäl­ti­gen Zusam­men­hän­ge zwi­schen Kli­ma, Umwelt­be­din­gun­gen und Gesund­heit sind poli­tisch wie gesell­schaft­lich nach wie vor nicht aus­rei­chend prä­sent. Es geht längst nicht nur um Hit­ze­be­las­tun­gen: Ver­kehr, Luft­qua­li­tät, Lärm, sozia­le Struk­tu­ren und die Gestal­tung des öffent­li­chen Raums beein­flus­sen die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung maß­geb­lich.

Kla­re Rah­men­be­din­gun­gen für inte­grier­te Stadt­ent­wick­lung

Damit kli­ma- und gesund­heits­för­dern­de Stadt­ent­wick­lung gelingt, braucht es star­ke poli­ti­sche Leit­plan­ken. Dazu gehö­ren inte­grier­te Klima‑, Gesund­heits- und Nach­hal­tig­keits­zie­le, har­mo­ni­sier­te För­der­pro­gram­me und die kon­se­quen­te Nut­zung des vor­han­de­nen Wis­sens. Eine feh­len­de poli­ti­sche Prio­ri­sie­rung ver­zö­gert wirk­sa­me Umset­zung und ver­hin­dert wich­ti­ge Wei­chen­stel­lun­gen.

Ganz­heit­lich und inter­sek­to­ral den­ken

Eine nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung erfor­dert Ver­ant­wor­tung in allen Poli­tik­fel­dern. Umwelt, Gesund­heit, Woh­nen, Teil­ha­be, Sicher­heit und Mobi­li­tät wer­den vie­ler­orts noch getrennt betrach­tet – was Fort­schrit­te hemmt und zu Sta­gna­ti­on führt. Ein inter­sek­to­ra­ler Ansatz ist ent­schei­dend, um Syn­er­gien zu nut­zen und Blo­cka­den zu lösen.

Die Zukunft der Stadt ist die Regi­on

Flä­chen­kon­kur­ren­zen las­sen sich nur lösen, wenn regio­nal gedacht und geplant wird. Eine enge Abstim­mung über kom­mu­na­le Gren­zen hin­weg ist Vor­aus­set­zung für eine effi­zi­en­te, sozi­al gerech­te und resi­li­en­te Ent­wick­lung.

Fazit: Vom Wis­sen ins Han­deln kom­men

Wir ste­hen weni­ger vor einem Erkennt­nis- als vor einem Umset­zungs­pro­blem. Für gesün­de­re, wider­stands­fä­hi­ge­re und lebens­wer­te­re Städ­te braucht es muti­ge poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen, ver­bind­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on der Vor­tei­le einer inte­grier­ten Stadt­ent­wick­lung.

Das Web­i­nar bil­de­te den Abschluss unse­rer Par­la­men­ta­ri­schen Dia­log­rei­he „Gesund­heit im Kli­ma­wan­del“. Wir dan­ken Dr. Fran­zis­ka Kers­ten und Sascha van Beek für ihre Schirm­herr­schaft und Unter­stüt­zung, allen Mit­wir­ken­den für ihr Enga­ge­ment sowie dem Well­co­me Trust für die Pro­jekt­för­de­rung.

Foto: CPHP