Mit einem parlamentarischen Frühstück im Bundestag haben wir unsere neue Dialogreihe „Gesundheit im Klimawandel“ gestartet. Gemeinsam mit Mitgliedern der drei Ausschüsse für “Gesundheit”, für “Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit” sowie für “Landwirtschaft, Ernährung und Heimat” diskutierten wir, was es im Hinblick auf die neue Legislatur braucht, um planetare Gesundheit fest auf der politischen Agenda zu verankern.
Ein besonderer Dank gebührt Dr. Franziska Kersten (SPD-Fraktion) und Sascha van Beek (CDU/CSU-Fraktion) für die Übernahme der Schirmherrschaft dieser Veranstaltungsreihe sowie dem Wellcome Trust für die Unterstützung des Projekts.

Vom Wissen ins Handeln kommen
Impulse von Angelina Taylor (Robert Koch-Institut) und Prof. Dr. Claudia Hornberg (Sachverständigenrat für Umweltfragen) bildeten den Auftakt. Ergänzt wurden sie durch Beiträge aus Wissenschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft sowie der demokratischen Fraktionen. Der Tenor war deutlich: Es liegt ausreichend Wissen über die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise vor – nun gilt es, daraus politisches Handeln abzuleiten.
Planetare Gesundheit braucht integrierte Konzepte
Der Klimawandel ist längst auch eine Gesundheitsfrage: Hitzebelastung, Extremwetterereignisse und neue Infektionskrankheiten stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Um Gesundheit wirksam zu schützen, braucht es integrierte Konzepte, die Klima‑, Umwelt- und Biodiversitätskrisen gemeinsam in den Blick nehmen.
Städte und Kommunen müssen zukunftsfähig, klimaresilient und sozial gerecht gestaltet werden. Besonders betroffene und benachteiligte Gruppen sollten in politischen Maßnahmen gezielt berücksichtigt und unterstützt werden.
Prävention stärken — und sektorübergreifend denken
Prävention muss an erster Stelle stehen: Eine intakte Umwelt stärkt die Gesundheit und Lebensqualität. Gesundheitsförderung, Prävention und Klimaanpassung mindern gesundheitliche Risiken und entlasten das Gesundheitssystem.
Dafür braucht es sektorübergreifende Zusammenarbeit: Gesundheit, Soziales, Verkehr, Energie, Landwirtschaft, Ernährung – eine koordinierte Politik kann Klimarisiken und ‑schäden reduzieren und bringt nicht nur gesundheitliche und ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.
Gleichzeitig ist klar: Was es braucht, ist ehrliche Kommunikation über Lösungen und Maßnahmen – solche, die Klima und Umwelt schützen und das Leben der Menschen spürbar verbessern. Eine solche Kommunikation ist auch ein wirksames Mittel gegen Desinformation.

Unser Fazit: Klimaschutz, Klimaanpassung und Umweltschutz sind Gesundheitsschutz. Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen, um Gesundheit heute und für künftige Generationen zu schützen und politische Möglichkeitsfenster in der neuen Legislatur des Bundestages zu nutzen.
Wir freuen uns auf den weiteren Austausch in den kommenden Dialogformaten!

Fotos: CPHP
