Am: 09.07.2025

Gesund­heit im Kli­ma­wan­del: CPHP star­tet par­la­men­ta­ri­sche Dia­log­rei­he

Mit einem par­la­men­ta­ri­schen Früh­stück im Bun­des­tag haben wir unse­re neue Dia­log­rei­he „Gesund­heit im Kli­ma­wan­del“ gestar­tet. Gemein­sam mit Mit­glie­dern der drei Aus­schüs­se für “Gesund­heit”, für “Umwelt, Kli­ma­schutz, Natur­schutz und nuklea­re Sicher­heit” sowie für “Land­wirt­schaft, Ernäh­rung und Hei­mat” dis­ku­tier­ten wir, was es im Hin­blick auf die neue Legis­la­tur braucht, um pla­ne­ta­re Gesund­heit fest auf der poli­ti­schen Agen­da zu ver­an­kern.

Ein beson­de­rer Dank gebührt Dr. Fran­zis­ka Kers­ten (SPD-Frak­ti­on) und Sascha van Beek (CDU/C­SU-Frak­ti­on) für die Über­nah­me der Schirm­herr­schaft die­ser Ver­an­stal­tungs­rei­he sowie dem Well­co­me Trust für die Unter­stüt­zung des Pro­jekts.

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Vom Wis­sen ins Han­deln kom­men

Impul­se von Ange­li­na Tay­lor (Robert Koch-Insti­tut) und Prof. Dr. Clau­dia Horn­berg (Sach­ver­stän­di­gen­rat für Umwelt­fra­gen) bil­de­ten den Auf­takt. Ergänzt wur­den sie durch Bei­trä­ge aus Wis­sen­schaft, Kom­mu­nen, Zivil­ge­sell­schaft sowie der demo­kra­ti­schen Frak­tio­nen. Der Tenor war deut­lich: Es liegt aus­rei­chend Wis­sen über die gesund­heit­li­chen Fol­gen der Kli­ma­kri­se vor – nun gilt es, dar­aus poli­ti­sches Han­deln abzu­lei­ten.

Pla­ne­ta­re Gesund­heit braucht inte­grier­te Kon­zep­te

Der Kli­ma­wan­del ist längst auch eine Gesund­heits­fra­ge: Hit­ze­be­las­tung, Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se und neue Infek­ti­ons­krank­hei­ten stel­len das Gesund­heits­sys­tem vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Um Gesund­heit wirk­sam zu schüt­zen, braucht es inte­grier­te Kon­zep­te, die Klima‑, Umwelt- und Bio­di­ver­si­täts­kri­sen gemein­sam in den Blick neh­men.

Städ­te und Kom­mu­nen müs­sen zukunfts­fä­hig, kli­ma­re­si­li­ent und sozi­al gerecht gestal­tet wer­den. Beson­ders betrof­fe­ne und benach­tei­lig­te Grup­pen soll­ten in poli­ti­schen Maß­nah­men gezielt berück­sich­tigt und unter­stützt wer­den.

Prä­ven­ti­on stär­ken — und sek­tor­über­grei­fend den­ken

Prä­ven­ti­on muss an ers­ter Stel­le ste­hen: Eine intak­te Umwelt stärkt die Gesund­heit und Lebens­qua­li­tät. Gesund­heits­för­de­rung, Prä­ven­ti­on und Kli­ma­an­pas­sung min­dern gesund­heit­li­che Risi­ken und ent­las­ten das Gesund­heits­sys­tem.

Dafür braucht es sek­tor­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit: Gesund­heit, Sozia­les, Ver­kehr, Ener­gie, Land­wirt­schaft, Ernäh­rung – eine koor­di­nier­te Poli­tik kann Kli­ma­ri­si­ken und ‑schä­den redu­zie­ren und bringt nicht nur gesund­heit­li­che und öko­lo­gi­sche, son­dern auch wirt­schaft­li­che Vor­tei­le.

Gleich­zei­tig ist klar: Was es braucht, ist ehr­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on über Lösun­gen und Maß­nah­men – sol­che, die Kli­ma und Umwelt schüt­zen und das Leben der Men­schen spür­bar ver­bes­sern. Eine sol­che Kom­mu­ni­ka­ti­on ist auch ein wirk­sa­mes Mit­tel gegen Des­in­for­ma­ti­on.

ASUG Arti­kel

Unser Fazit: Kli­ma­schutz, Kli­ma­an­pas­sung und Umwelt­schutz sind Gesund­heits­schutz. Poli­tik, Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Zivil­ge­sell­schaft müs­sen gemein­sam Ver­ant­wor­tung über­neh­men und kon­kre­te Maß­nah­men auf den Weg brin­gen, um Gesund­heit heu­te und für künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen zu schüt­zen und poli­ti­sche Mög­lich­keits­fens­ter in der neu­en Legis­la­tur des Bun­des­ta­ges zu nut­zen.

Wir freu­en uns auf den wei­te­ren Aus­tausch in den kom­men­den Dia­log­for­ma­ten!

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Fotos: CPHP