Gemeinsam für saubere Luft im Ruhrgebiet: Zweiter Stakeholderdialog zur neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie
Am 13. September haben wir im Rahmen unseres vom Clean Air Fund geförderten Projekts für eine ehrgeizige und gerechte Umsetzung der EU-Luftqualitätsrichtlinie in Deutschland zentrale Akteur*innen aus dem Ruhrgebiet in Essen zusammengebracht. Im Rahmen dieses zweiten Stakeholderdialogs haben wir diskutiert, wie die Luftqualitätsrichtlinie ambitioniert und gerecht umgesetzt werden kann, indem Synergien mit Klimaschutz, Gesundheitsförderung und Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts genutzt werden können.
Fachliche Impulse aus Land und Kommune
Dr. Volker Ochsenfahrt, Referatsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, informierte über den aktuellen Stand der Luftqualität sowie über die Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie auf Landesebene.

Robert Grebe vom Umweltamt der Stadt Essen gewährte anschließend einen Einblick in die kommunale Perspektive. Der historische Rückblick auf die Luftqualität der Stadt – verdeutlicht durch Bildmaterial aus Zeiten des starken Smogs der 1980er-Jahre – machte sowohl die bereits erzielten Fortschritte als auch die bestehenden Herausforderungen deutlich, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der neuen Grenzwerte.

Austausch im Worldcafé
Im Rahmen eines Worldcafé-Formats diskutierten die Teilnehmenden die Chancen und Herausforderungen der neuen Richtlinie, einschließlich des Schutzes besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Darüber hinaus wurden notwendige Rahmenbedingungen sowie die Rolle der Zusammenarbeit zwischen EU, Bund, Ländern und Kommunen erarbeitet.
Die Vielfalt der Perspektiven hat erneut gezeigt, wie wertvoll der interdisziplinäre Austausch ist. Sie unterstreicht auch, wie wichtig eine klare Kommunikation der weitreichenden Vorteile sauberer Luft ist, um die Akzeptanz für entsprechende Maßnahmen weiter zu stärken.
Dank und Ausblick
Wir danken allen Teilnehmenden für den offenen und konstruktiven Austausch sowie der Stiftung Mercator für ihre Gastfreundschaft. Wir freuen uns auf die nächsten Dialoge – und darauf, die Ergebnisse im weiteren Verlauf des Projektes in konkrete Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger*innen einzubringen.
Fotos: CPHP
