
Am 11. Juni 2025 fand in Brüssel das EuroHealthNet Annual Seminar „Climate Change and Health – Using the health argument to mitigate and adapt to the impacts of climate change“ statt, gemeinsam ausgerichtet von der Ständigen Vertretung Spaniens bei der EU und dem spanischen Gesundheitsministerium. Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise sowie notwendige politische Maßnahmen.
Dorothea Baltruks, Leiterin des CPHP, war als Panelistin eingeladen. In ihrem Beitrag hob sie hervor, wie wichtig es ist, Bürger*innen in Klima- und Gesundheitsfragen einzubeziehen und dabei auch mit Gegenwind konstruktiv umzugehen. Das CPHP arbeitet dazu mit dem Gesundheitssektor als „trusted presence“, also als Vertrauensinstanz, um eine breite Bevölkerung zu erreichen.
Im Mittelpunkt des Seminars stand der eindringliche Appell an die Europäische Kommission, eine integrierte EU-Strategie zu Klima und Gesundheit zu entwickeln. Diese soll Klima- und Gesundheitsprioritäten in allen Politikbereichen verankern, von sozialer Sicherheit über Wohnungsbau bis Armutsbekämpfung, und durch ausreichende Mittel im nächsten EU-Haushalt (MFF 2028–2034) unterlegt werden. Zudem fordert EuroHealthNet eine stärkere Koordination zwischen nationalen, regionalen und lokalen Ebenen, damit Klimarisiken entschlossen begegnet werden kann, mit Resilienz und Gerechtigkeit im Zentrum.
Der Call baut auf aktuellen internationalen Entwicklungen auf, darunter die 2024 verabschiedeten Belgian Council Conclusions, die neue WHO Pan-European Commission on Climate and Health (PECCH) sowie den WHO Global Plan of Action on Climate Change and Health.
