Am: 25.11.2025

Jetzt anmel­den: Aus­rei­chend, gesund, nach­hal­tig – Das Ernäh­rungs­sys­tem der Zukunft gestal­ten

Die Drei Logos der Veranstalter*innen : Diakonie Deutschland ,CPHP und KLUG

Gemein­sam mit der Dia­ko­nie Deutsch­land und der Deut­schen Alli­anz Kli­ma­wan­del und Gesund­heit e.V. (KLUG) lädt das CPHP am 25. Novem­ber 2025 zu einem Ver­net­zungs­tref­fen für ein nach­hal­ti­ge­res, gerech­te­res Ernäh­rungs­sys­tem:

Aus­rei­chend, gesund, nach­hal­tig – Das Ernäh­rungs­sys­tem der Zukunft gestal­ten

Datum: 25. Novem­ber 2025

Zeit: 10–16 Uhr mit anschlie­ßend offe­nem Aus­klang

Ort: Dia­ko­nie Deutsch­land, Caro­li­ne-Michae­lis-Str. 1, 10115 Ber­lin

Veranstalter*innen: Dia­ko­nie Deutsch­land, Deut­sche Alli­anz Kli­ma­wan­del und Gesund­heit e.V. (KLUG) und Cent­re for Pla­ne­ta­ry Health Poli­cy (CPHP)

Hin­ter­grund

Aus­rei­chen­de, gesun­de und nach­hal­ti­ge Ernäh­rung aus regio­na­lem Anbau: Es ist gesell­schaft­li­cher Kon­sens, dass dies für alle Men­schen zugäng­lich sein soll­te. Den­noch zeigt die Rea­li­tät, dass wir noch weit davon ent­fernt sind, dass die­se Vor­stel­lung Rea­li­tät wird. Obwohl Erzeu­ge­rin­nen in der Land­wirt­schaft oft zu wenig ver­die­nen, sind für vie­le Ver­brau­che­rin­nen die Kos­ten für Nah­rungs­mit­tel so teu­er, dass Ernäh­rungs­ar­mut auch bei uns in Deutsch­land weit ver­brei­tet ist und sich vie­le gesun­de, regio­na­le und/oder bio­lo­gi­sche Lebens­mit­tel nicht leis­ten kön­nen. Gro­ße Lebens­mit­tel­kon­zer­ne kon­zen­trie­ren Wer­bung, Lob­by­is­mus sowie Lock­an­ge­bo­te auf unge­sun­de, hoch­ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel.

Das alles trägt dazu bei, dass immer mehr Men­schen an ernäh­rungs­be­ding­ten Krank­hei­ten lei­den, obwohl bekannt ist, wie eine gesun­de Ernäh­rung aus­se­hen müss­te. Trotz hoher staat­li­cher Sub­ven­tio­nen an Land­wir­tin­nen, sind vie­le klei­ne und mit­tel­gro­ße Höfe in ihrer Exis­tenz bedroht, weil sie nicht von ihren Erträ­gen leben und in der zuneh­men­den Markt­kon­zen­tra­ti­on bestehen kön­nen. Trotz poli­ti­scher Ziel­vor­ga­ben ver­ur­sacht vor allem die kon­ven­tio­nel­le Land­wirt­schaft noch immer gro­ße Umwelt­schä­den durch Über­dün­gung, Mono­kul­tu­ren, Treib­haus­gas­emis­sio­nen und eine ungüns­ti­ge Land- und Was­ser­nut­zung. Trotz­dem pro­fi­tie­ren aktu­ell ins­be­son­de­re gro­ße agrar­in­dus­tri­el­le Betrie­be von staat­li­cher För­de­rung. Dies alles för­dert ein Ernäh­rungs­sys­tem, das weder nach­hal­tig noch sozi­al gerecht ist. Die wah­ren Kos­ten wer­den auf die Gesell­schaft abge­wälzt.

Die Her­aus­for­de­run­gen sind also nach wie vor groß. Es stellt sich die Fra­ge, wel­che Hür­den ein gerech­te­res, nach­hal­ti­ge­res Ernäh­rungs­sys­tem ver­hin­dern, und wel­che Hebel genutzt wer­den kön­nen, um Ver­än­de­run­gen anzu­sto­ßen. Ansatz­punk­te gibt es vie­le: Von Min­dest­lohn­de­bat­te und Mehr­wert­steu­er­re­form über eine Neu­aus­rich­tung der euro­päi­schen Agrar­sub­ven­tio­nen, stren­ge­ren Umwelt­auf­la­gen bis hin zu neu­en Ansät­zen in der Gemein­schafts­ver­pfle­gung oder der Neu­aus­rich­tung sozia­ler Siche­rungs­sys­te­me. Als Zivil­ge­sell­schaft ste­hen wir also auch vor der Fra­ge, wel­che Ver­än­de­run­gen wir gezielt ansto­ßen und wel­che Lösungs­an­sät­ze wir in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode ver­fol­gen wol­len. Was sind die drän­gends­ten Hand­lungs­be­dar­fe? Wel­che Hebel las­sen sich poli­tisch nut­zen? Wo kön­nen Mög­lich­keits­fens­ter im poli­ti­schen Pro­zess für wirk­sa­mes Han­deln ent­ste­hen? Gibt es Ideen und Bedar­fe für gemein­sa­mes Han­deln?

Das wol­len wir in der Ver­an­stal­tung her­aus­ar­bei­ten, Raum fürs Ver­net­zen und Kon­tak­te­knüp­fen bie­ten und nächs­te Schrit­te pla­nen. Dabei brin­gen wir Akteu­rin­nen aus Gesundheits‑, Sozial‑, Umwelt- und Agrar­sek­tor zusam­men, um Lösun­gen zu dis­ku­tie­ren, die für deren Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam adres­sie­ren, statt sie gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len.

Die Teil­nah­me ist kos­ten­los. Wir möch­ten Men­schen mit Armut­s­er­fah­rung die Teil­nah­me an und die Mit­ge­stal­tung die­ser Ver­an­stal­tung ermög­li­chen. Benö­tig­te Rei­se­kos­ten kön­nen in einem begrenz­ten Umfang über­nom­men wer­den. Falls Sie dazu Fra­gen haben, sen­den Sie bit­te eine E‑Mail an: beteiligung@diakonie.de

Pro­gramm

10:00Begrü­ßung
10:15Impuls­vor­trä­ge zum Ein­stieg + anschlie­ßen­de Dis­kus­si­on

Impuls­vor­trag 1: Sozia­le und Umwelt­kos­ten eines nicht-nach­hal­ti­gen Ernäh­rungs­sys­tems – Ansatz­punk­te und Hebel für Ver­än­de­run­gen – Clau­dia Hune­cke (PIK)

Impuls­vor­trag 2: Gesund­heits­wir­kun­gen unse­res Ernäh­rungs­sys­tems: Her­aus­for­de­run­gen für und Chan­cen im Ernäh­rungs­sys­tem  – Bar­ba­ra Bit­zer (DANK)
11:15 Kaf­fee­pau­se
11:30  Ver­tie­fungs­work­shops Pha­se 1

Leit­fra­gen für alle Work­shops:

🔸War­um ist der Sta­tus quo nicht nach­hal­tig?
🔸Was müss­te für ein nach­hal­ti­ges und sozi­al-gerech­tes Ernäh­rungs­sys­tem ver­än­dert wer­den?
🔸Wofür setzt ihr euch aktu­ell ein/ wollt ihr euch ein­set­zen?
🔸Was wären kon­kre­te Aktio­nen und For­ma­te? Wie soll wei­ter­ge­ar­bei­tet wer­den?

Work­shop 1:  Ernäh­rungs­be­zo­ge­ne Her­aus­for­de­run­gen im länd­li­chen Raum:
wie begeg­nen wir Her­aus­for­de­run­gen von der land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ti­on bis zu Ver­sor­gungs­lü­cken und ver­steck­ter Armut? – Bet­ti­na Lock­lair (Katho­li­sche Land­volk­be­we­gung Deutsch­land)

🔸 Wel­che Rah­men­be­din­gun­gen brau­chen wir, damit Wirt­schaft­lich­keit, Nach­hal­tig­keit und gute Arbeits­be­din­gun­gen in der Land­wirt­schaft Hand in Hand gehen?
🔸Wie stel­len wir sicher, dass Ver­sor­gungs­struk­tu­ren aus­rei­chend, gesun­de und öko­lo­gi­sche Lebens­mit­tel zugäng­lich sind?


Work­shop 2: Ernäh­rungs­um­ge­bun­gen in urba­nen Räu­men gestal­ten: wie kann sicher­ge­stellt wer­den, dass aus­rei­chend, gesun­de und öko­lo­gi­sche Lebens­mit­tel für alle leicht zugäng­lich wer­den? – Saskia Rich­artz (Ernäh­rungs­rat Ber­lin)

🔸Wie sehen Ernäh­rungs­um­ge­bun­gen aus, die hel­fen, aus­rei­chend, gesun­de, nach­hal­ti­ge­re Ernäh­rung zu ermög­li­chen?
🔸Wel­che Akteu­re müs­sen zusam­men­ar­bei­ten, um Ver­än­de­run­gen her­bei­zu­füh­ren? Was sind Hebel und Ansatz­punk­te?


Work­shop 3: Ver­tei­lungs­fra­gen im Ernäh­rungs­sys­tem: Wel­che struk­tu­rel­len poli­ti­schen Ver­än­de­run­gen müs­sen jetzt ange­sto­ßen wer­den, um mehr Ernäh­rungs­ge­rech­tig­keit her­zu­stel­len? – Rein­hild Ben­ning (Deut­sche Umwelt­hil­fe)

🔸Wie müss­ten Refor­men des Agrar­sub­ven­ti­ons­sys­tems aus­se­hen, damit eine nach­hal­ti­ge­re Land­wirt­schaft trag­fä­hig ist?
🔸 Wie müs­sen Preis­bil­dungs­struk­tu­ren gestal­tet sein, damit gesun­de, nach­hal­ti­ge Ernäh­rung für Konsument*innen bezahl­bar und für Landwirt*innen pro­fi­ta­bel ist?
12:30 Mit­tags­pau­se
13:45Ver­tie­fungs­work­shops Pha­se 2
Wie­der­ho­lung der The­men aus der ers­ten Pha­se, wech­seln­de Teil­neh­men­de
14:45Podi­ums­dis­kus­si­on: Aus­rei­chend, gesund, nach­hal­tig – Wie wir das Ernäh­rungs­sys­tem der Zukunft gestal­ten

Gäst*innen:
🔸Katha­ri­na Varel­mann (PECO)
🔸Dani­el Zai­bi (Armuts­ak­ti­vist – ange­fragt)
🔸Mat­thi­as Lam­brecht (Green­peace)
🔸Oli­ver Hui­zin­ga (AOK)

Mode­ra­ti­on
: Doro­thea Baltruks (CPHP)
16:00 Ende der Ver­an­stal­tung mit offe­nem Aus­klang bei Kaf­fee und Snacks