Am: 25.05.2026

Ort: Online

Auf­zeich­nung ver­füg­bar! Pla­ne­ta­ry Health Dia­lo­gue: Nach­hal­tig­keit im Arz­nei­mit­tel­we­sen – Wohin steu­ert die EU?

Auf­zeich­nung ver­füg­bar! Pla­ne­ta­ry Health Dia­lo­gue: Nach­hal­tig­keit im Arz­nei­mit­tel­we­sen – Wohin steu­ert die EU?

Hand hält Tabletten und ein digitales, vernetztes Modell der Erde mit dem Text 'Planetary Health Dialogue' in oranger Schrift

Nach­hal­tig­keit im Arz­nei­mit­tel­we­sen – Wohin steu­ert die EU?


In der Mai-Aus­ga­be unse­rer Pla­ne­ta­ry Health Dia­lo­gues haben wir uns der Fra­ge gewid­met, wie sich das Arz­nei­mit­tel­we­sen nach­hal­ti­ger gestal­ten lässt – mit einem Fokus auf die euro­päi­sche Ebe­ne. Im Zen­trum stand dabei die Vor­stel­lung unse­res neu­en Poli­cy Briefs „Rah­men­be­din­gun­gen für ein nach­hal­ti­ges Arz­nei­mit­tel­we­sen stär­ken“, der am 11. Mai 2026 erschie­nen ist.

Etwa 6 % der Treib­haus­gas­emis­sio­nen in Deutsch­land ent­fal­len auf den Gesund­heits­sek­tor. Arz­nei­mit­tel spie­len dabei eine zen­tra­le Rol­le: Ent­lang ihres gesam­ten Lebens­zy­klus – von Ent­wick­lung und Pro­duk­ti­on über Dis­tri­bu­ti­on und Anwen­dung bis hin zur Ent­sor­gung – haben sie erheb­li­che Kli­ma- und Umwelt­aus­wir­kun­gen.

Glo­bal gese­hen ist die phar­ma­zeu­ti­sche Indus­trie für mehr Emis­sio­nen ver­ant­wort­lich als die Auto­mo­bil­in­dus­trie. Hin­zu kom­men Umwelt- und Gesund­heits­ri­si­ken durch Arz­nei­mit­tel­rück­stän­de, ins­be­son­de­re in Gewäs­sern. Gleich­zei­tig sind Arz­nei­mit­tel unver­zicht­bar für eine hoch­wer­ti­ge gesund­heit­li­che Ver­sor­gung. Nach­hal­tig­keit im Arz­nei­mit­tel­we­sen bedeu­tet daher, die Kli­ma- und Umwelt­schä­den wirk­sam zu mini­mie­ren, ohne Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Bezahl­bar­keit und gerech­ten Zugang zu gefähr­den.

Hier setzt unser neu­er Poli­cy Brief „Rah­men­be­din­gun­gen für ein nach­hal­ti­ges Arz­nei­mit­tel­we­sen stär­ken“ an. Die­ser iden­ti­fi­ziert zen­tra­le poli­ti­sche Hebel auf natio­na­ler wie auch euro­päi­scher Ebe­ne und zeigt auf, wie Nach­hal­tig­keit ent­lang des gesam­ten Lebens­zy­klus von Arz­nei­mit­teln gestärkt wer­den kann, ohne die Ver­sor­gungs­qua­li­tät zu beein­träch­ti­gen.

Aktu­ell bie­tet die euro­päi­sche Regu­lie­rung – etwa durch das neue Arz­nei­mit­tel­pa­ket, die EU-Lie­fer­ket­ten­richt­li­nie oder den geplan­ten Cri­ti­cal Medi­ci­nes Act – wich­ti­ge Mög­lich­keits­fens­ter, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch im Arz­nei­mit­tel­sek­tor zu ver­an­kern.

Nach einem Gruß­wort von Jut­ta Pau­lus (Mit­glied der Frak­ti­on Die Grünen/EFA im Euro­päi­schen Par­la­ment) dis­ku­tier­ten wir gemein­sam mit Dr. Kathi West­phal-Set­te­le (Umwelt­bun­des­amt) und Ihnen u. a. fol­gen­de Fra­gen:

  • Wie las­sen sich Umwelt- und Kli­ma­zie­le mit Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Bezahl­bar­keit und gerech­tem Zugang zu Arz­nei­mit­teln in Ein­klang brin­gen?
  • Wie kann die EU die Trans­pa­renz über Umwelt­ri­si­ken von Arz­nei­mit­teln ver­bes­sern und Anrei­ze für nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­ons- und Lie­fer­ket­ten set­zen?
  • Wie kön­nen EU-Regu­lie­run­gen dazu bei­tra­gen, Umwelt- und Kli­ma­kri­te­ri­en sys­te­ma­tisch in Zulas­sung, Pro­duk­ti­on und Beschaf­fung von Arz­nei­mit­teln zu inte­grie­ren?
  • Wel­che Rol­le spie­len Instru­men­te wie die Cor­po­ra­te Sus­taina­bi­li­ty Due Dili­gence Direc­ti­ve (CSDDD) oder der geplan­te Cri­ti­cal Medi­ci­nes Act für ein nach­hal­ti­ge­res Arz­nei­mit­tel­we­sen?

Mode­riert wur­de die Ver­an­stal­tung von Doro­thea Baltruks, Lei­te­rin des CPHP.

Logo-PHD-plu­ral