Globaler Strukturwandel für Planetare Gesundheit

Globale Gesundheitspolitik innerhalb planetarer Grenzen erfordert transformative internationale und sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Die Unterscheidung zwischen Außen- und Innenpolitik ist somit bei Fragen der Klima- und Umweltpolitik und zum Teil auch in der Gesundheitspolitik obsolet. Deswegen analysieren wir in diesem Arbeitsbereich auf europäischer und internationaler Ebene die erforderlichen globalen Mechanismen, Politiken, Strukturen und Akteure für eine globale Governance der planetaren Gesundheit und prüfen, wie bestehende Prozesse und Institutionen miteinander verknüpft, transformiert und Synergien genutzt werden können.

Dazu gehören die Weiterentwicklung der Governance globaler Gesundheit innerhalb planetarer Grenzen sowie die Verknüpfung mit anderen Politikfeldern und Prozessen, wie dem Green New Deal der Europäischen Union, der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD). Dies beeinhaltet auch die Analyse der Hindernisse und Treiber der Transformation auf internationaler Ebene sowie bestehender Machtasymmetrien und der notwendigen Rechenschaftspflicht – vor allem dort, wo internationale Vereinbarungen und Abkommen (noch) fehlen oder nicht ausreichend umgesetzt werden. Wir analysieren und begleiten die Entwicklung, Umsetzung und Transformation von politischen Maßnahmen für eine ökologisch vielfältige, gesunde und gerechte Gegenwart und Zukunft im Einklang mit den Zielen für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) und den Prinzipien der Klimagerechtigkeit. Darauf aufbauend entwickeln wir Konzepte für die Post-SDG-Ära.

Außerdem untersuchen wir, welche Rolle Deutschland bei der Förderung und Sicherstellung von planetarer Gesundheit weltweit spielen kann und welche politischen Maßnahmen und Partnerschaften in diesem Zusammenhang erforderlich sind.